Wie aus einem Kaffeespeicher eine Weinstube wurde

Das Haus an der Schlachte stand nach dem Auszug der letzten Kaffeefirma fünf Jahre leer. Wir haben es 2016 übernommen, weil die Balken und der Boden mehr Charakter hatten als alles, was man hätte hineinbauen können.

Angefangen haben wir mit neun Plätzen und drei Gerichten. Heute sind es sechzehn Plätze und fünf Gerichte – gewachsen ist vor allem das, was wir bewusst weglassen.

Drei Lieferanten beliefern uns seit acht Jahren: Blockland für Gemüse, der Hafen für Fisch, ein Deichhof bei Osterholz für Lamm. Wer den Namen kennt, liefert anders.

Die Weinstube von Inosett

Acht Punkte aus dem Betrieb

Aufgeschrieben, weil Gäste immer wieder danach fragen – und weil es sich leichter danach arbeiten lässt.

Fünf Gerichte, freitags neu

Eine Vorspeise, drei Hauptgänge, eine Nachspeise. Mehr passt nicht in neun Quadratmeter Küche.

Drei Lieferanten

Blockland, Hafen, Deichhof bei Osterholz – seit acht Jahren dieselben.

Zwanzig Weine offen

Aus dem Alten Land und von der Mosel, vier davon ohne Alkohol.

Sechzehn statt zweiundzwanzig

Sechs Stühle haben wir herausgenommen, damit man am Nebentisch nicht mithört.

Vier Leute im Haus

Zwei in der Küche, zwei im Raum – mehr Personal hat das Haus nie gehabt.

Zimmer im ersten Stock

Bis zehn Personen, feste Auswahl, zehn Tage Vorlauf.

Ein Platz, ein Abend

Auch samstags nicht. Wer um halb sieben kommt, bleibt bis zum Schluss.

Salon unter dem Dach

Zwei Tische, ab 22:00 Uhr, Zutritt ab 18 Jahren – getrennt von der Weinstube geführt.