Eine Vorspeise, drei Hauptgänge, eine Nachspeise. Freitagvormittag wird die Karte neu geschrieben, und was am Markt nicht überzeugt hat, steht nicht darauf.
Sechzehn Plätze, einmal am Abend vergeben. Wer um halb sieben kommt, kann bis zum Schluss bleiben – bei uns wartet niemand darauf, dass ein Tisch frei wird.
Am Telefon geht es schneller als über jedes Formular. Wir sagen Ihnen sofort, was frei ist, was auf der Karte steht und ob der Salon an dem Abend geöffnet hat.
Das Haus stammt von 1904 und war lange Lager für Kaffeesäcke. Wir haben die Balken freigelegt, den Boden gelassen, wie er war, und nur die Technik erneuert – alles andere hatte schon Charakter genug.
Fünf Gerichte stehen auf der Karte, mehr passt nicht in eine Küche von neun Quadratmetern. Der Einkauf entscheidet, was davon am Abend tatsächlich zu haben ist.
Ein größerer Betrieb wäre einfacher zu rechnen und schwerer zu führen. Wir haben uns für das Schwierigere entschieden und dabei alles weggelassen, was den Abend hektisch macht.
Der Casino-Salon unter dem Dach läuft getrennt von der Weinstube. Er öffnet ab 22:00 Uhr, hat zwei Tische und steht nur Gästen ab 18 Jahren offen.
Keine Leitsätze, sondern Regeln aus dem Betrieb – aufgeschrieben, weil Gäste immer wieder danach fragen.
Eine Vorspeise, drei Hauptgänge, eine Nachspeise. Freitagvormittag wird die Karte neu geschrieben, und was am Markt nicht überzeugt hat, steht nicht darauf.
Gemüse aus dem Blockland, Fisch mittwochs und samstags vom Hafen, Lamm von einem Deichhof bei Osterholz. Drei Lieferanten, seit acht Jahren dieselben.
Zwanzig Positionen, überwiegend aus dem Alten Land und von der Mosel. Vier davon ohne Alkohol, und keiner davon schmeckt nach Traubensaft.
Der Raum hätte Platz für zweiundzwanzig. Wir haben sechs Stühle herausgenommen, damit man am Nebentisch nicht mithört, was besprochen wird.
Zehn Personen, eine feste Auswahl, zehn Tage Vorlauf. Gekocht wird dasselbe wie unten – nur einmal für alle, damit niemand auf sein Essen wartet.
Zwei in der Küche, zwei im Raum, und oben ein Croupier an den beiden Tischen. Mehr Personal hat das Haus nie gehabt.
Gäste seit der Eröffnung
Gerichte im Archiv der Küche
Jahre an der Schlachte
Bewertung im Schnitt
Vier Zuschriften aus dem letzten halben Jahr, unverändert übernommen.
Fünf Gerichte auf der Karte, und drei davon hätten wir sofort noch einmal bestellt. Der Tisch war den ganzen Abend unserer.
Zwanzig Positionen, davon vier ohne Alkohol – und jede in einem Satz erklärt, ohne dass man sich dumm vorkommt.
Das Zimmer im ersten Stock für zehn Leute: eine Karte, ein Ablauf, und am Ende exakt das, was zehn Tage vorher besprochen war.
Im Salon wurden die Regeln vorher erklärt, die Grenzen hingen am Tisch, und um Viertel nach eins war Schluss. Genau so soll das sein.
Enges Haus, steile Treppe, gute Küche. Man merkt, dass hier niemand versucht, mehr zu sein als er ist.